Grenzen durchziehen unseren Alltag: Wir treffen auf sie und oft fallen sie uns dabei noch nicht einmal bewusst auf. Sie manifestieren sich individuell in unterschiedlichen Situationen, in Symbolen, Gesten oder physischen Hindernissen. Wir haben uns auf die Suche nach der vielfältigen Bedeutung von Grenzen begeben und laden Euch herzlich dazu ein, uns in den digitalen Grenzraum zu folgen!

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Worum geht’s?

Grenzen sind omnipräsent – sie trennen und schaffen, unabhängig davon, wie durchlässig sie sind, ein Diesseits und Jenseits, ein Innen und Außen. Ob im geläufigen Kontext der territorialen Staats- und Landesgrenzen oder in individuellen, sozialen, kulturellen und politischen Bereichen; Grenzen sind in ihrem vielschichtigen Ausmaß nicht in der Gesamtheit zu erfassen und in all ihren (Erscheinungs-) Formen wandel- und verhandelbar. 

Durch Grenzen können (subjektiv wahrgenommene) Schutzräume entstehen und sie schaffen für viele (ein Gefühl von) Identität durch Gemeinsamkeit. Sie stehen für Stabilität und Sicherheit. Trotzdem begrenzen sie, sie grenzen ein und sie grenzen ab. Obwohl sie veränderbar sind, implizieren sie stets einen Ein- und einen Ausschluss. Das Paradoxon des Kontrasts liegt dabei in der notwendigen Unterscheidung von Ich und Du, Wir und Sie, Hier und Dort, um Identität und Zugehörigkeiten zu schaffen. Sie verbinden und sie trennen und nur ein schmaler Grat liegt dazwischen.

Wie kommen wir dazu?

Wir begeben uns auf ebendiese Gratwanderung zwischen den Extremen. Im Dialog zwischen Theorie und Praxis, zwischen Sicht- und Unsichtbarkeit öffnen wir eine neue Tür mit der Frage: Welche etymologische Bedeutung erhalten Grenzen in all ihren Facetten?

Der Facettenreichtum des Grenzbegriffs inspirierte Ann Katzinski zu ihrer Forschungsarbeit “Grenze, die”, welche den Grundstein unserer weiteren Aktivitäten legte. Über zwei Semester 2018/19 führte sie daran anknüpfend gemeinsam mit Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen ihr Q-Tutorium “Border, Boundary, Limit. (Un)sichtbare Grenzen” an der Humboldt-Universität zu Berlin durch. 

Titelbild: Max Himmelspach

Auf das Seminar aufbauend entwarfen Ann Katzinski und Gesa Hengerer gemeinsam das integrative Konzept der Ausstellung: Die im Q-Tutorium entstandenen Forschungsprojekte stellen eine Hälfte der Exponate dar, die weiteren Projekte wurden von Studierenden unterschiedlicher Universitäten erarbeitet, die sich über einen Call for Projects für die Teilnahme an der Ausstellung beworben haben.

Ursprünglich als analoge Ausstellung für Mai 2020 geplant, wurden die Pläne im Zuge der Pandemie umgestellt und erweitert. So umfasst das Gesamtprojekt nun nicht mehr nur eine analog geplante Ausstellung für Mai 2021, sondern auch den Transfer der Exponate in die digitale Sphäre.

Wer sind wir?

So vielfältig wie die einzelnen Projekte sind auch wir als Gruppe: Insgesamt 18 Personen blicken aus 12 unterschiedlichen Fachdisziplinen auf dasselbe Thema. Wir kommen aus den Sozialwissenschaften, aus der Psychologie, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, aus den Theater- und Kulturwissenschaften, Sounddesign, Kommunikationsdesign und Urban Future sowie aus der Europäischen Ethnologie, Fotografie und Informatik. Von unterschiedlichen Ausgangspunkten wandern wir gemeinsam durch diverse Disziplinen, um den Begriff der Grenze in seiner Vielschichtigkeit wissenschaftlich zu erforschen und künstlerisch sichtbar zu machen. Was uns verbindet, ist die Frage nach dem Begriff der Grenze, was uns trennt, ist die Phänomenologie davon.

Warum machen wir das? 

In unserem Grenzraum treffen Erfahrungen, Definitionen, Interpretationen, Symbole und Gefühle aufeinander. Sie spielen miteinander und sie spielen sich gegenseitig aus. Die Ausstellung vereint unterschiedliche Perspektiven und identifiziert gemeinsame Anknüpfungspunkte. Wir wollen in den Diskurs treten, einen vielseitigen, interdisziplinären Blick auf die Thematik werfen und Perspektivwechsel initiieren.

Wir möchten uns an der Stelle noch einmal explizit bei unseren Förderern für die Unterstützung bedanken!


Der Dank geht an das bologna.lab als Initiator des Q-Programms, welcher Ann als Q-Tutorin begleitet und qualifiziert hat. Das studierendenWERK Berlin, das unsere analoge Ausstellung ermöglicht und uns auf allen Ebenen stärkt. Die daraus entstandene Idee, unsere analogen Projekte in die digitale Sphäre zu transferieren, wird ermöglicht durch die Humboldt-Universitäts-Gesellschaft. Dabei zählen als tragende Pfeiler der Projektumsetzung das Institut für Sozialwissenschaften der HU sowie der Fachschaftsrat GWK der UdK.